„Fast eine ALHO Ausstellung“

Frank Tosse, Bavaria Film GmbH, zum Modulbau mit ALHO

03. Juni 2014

Vor über 20 Jahren errichtete die Bavaria Film GmbH erstmals ein Verwaltungsgebäude in Systembauweise. Inzwischen sind einige dazugekommen. Frank Tosse, Leitung Hoch-Tiefbau, bei der Bavaria Film GmbH, bevorzugt die Systembauweise für bestimmte Anwendungen. Darüber und über die jahrelange Partnerschaft mit ALHO berichtete er beim Ortstermin in Grünwald bei München.

Es fing an mit einer Pommesbude. Der erste ALHO Container, der auf dem Bavaria-Gelände stand, diente als Imbiss und Kassenhäuschen für die Besucher der Filmtour. Seither hat man eine ganze Reihe von Gebäuden in Systembauweise errichtet. Frank Tosse berichtet: „Als vor rund 30 Jahren diese Art zu bauen erstmals eine ernstzunehmende Alternative für unsere Ansprüche darstellte, haben wir uns selbstverständlich mit dem Thema beschäftigt. Inzwischen sind die Bauten, die wir gemeinsam mit ALHO realisiert haben, von unserem Gelände nicht mehr wegzudenken. Die Nutzung erster Container und später der hochwertigen Modulgebäude begann in den 1980er Jahren. Wir haben aus der anfänglichen Not eine Tugend gemacht. Warum sollte man diese schnell und planbar zu errichtenden Gebäude nicht für Bürozwecke verwenden?“ Vermehrt nutzte Bavaria die Modulgebäude als dauerhafte Immobilien ab ca. 1999/2000. „Heute haben wir fast eine ALHO Ausstellung auf dem Gelände – für ältere und neue Objekte“, fügt Frank Tosse mit einem Augenzwinkern hinzu.

Die ALHO Gebäude schaffen dem Unternehmen Platz für Verwaltungs-, Aufenthalts- und Konferenzräume, weniger für Studiozwecke. Doch in Einzelfällen nutzte man Container z. B. innerhalb eines Studios als Regieraum für Live-Produktionen. Auch für den Dekobau kam dies in Einzelfällen vor. Die Rückseite eines der Bürogebäude wurde beispielsweise mit in die Dekoration für die Dreharbeiten der Daily Soap Marienhof eingebunden, indem man sie passend verkleidete.

Ein Sonderfall unter den ALHO Gebäuden ist der Kindergarten, das Ergebnis einer privaten Initiative, gefördert durch die Bavaria, RTL 2 und die Stadt Grünwald. Im Jahr 2001 errichtete ALHO diesen, um Kindern der Bavaria-Mitarbeiter und aus der Gemeinde einen Platz bereitzustellen. Bavaria stellte das Grundstück zur Verfügung. Weil es schnell gehen und wirtschaftlich sein musste, wandte sich der Kindergartenverein an ALHO.

So langlebig wie Massivbauten

„Von außen sieht man bei den neueren Gebäuden keinen Unterschied mehr zur Massiv- oder Stahlskelettbauweise. Früher gab es noch sichtbare Fugen. Auch abschreibungstechnisch werden die Gebäude in unserem Hause gleich behandelt wie ein Festbau, weil sie tatsächlich genauso langlebig sind. Für die speziellen Einsatzzwecke gibt es keine Nachteile, manche Dinge sind sogar besser gelöst: mit einer gut gedämmten Fassade, Estrich mit Granit- und Nussholzbelag und weiteren hochwertigen Innenausbaustandards“, erläutert Frank Tosse. Er spielt auf den Modulbau der Bavaria Media an, das jüngste der Objekte.

Es ist hochwertig ausgestattet, besitzt einen regulären, betonierten Keller und einen gläsernen Ausschnitt mit Treppenhaus und Aufzug. Um auf diesem Gebäude auf dem Dach Solarpanels mit Südausrichtung zu installieren, realisierte ALHO als Sonderanfertigung ein Pultdach. Christian Hofmann, Gebietsverkaufsleiter Bayern der ALHO Systembau GmbH, ergänzt: „Natürlich haben wir die Modulgebäude mit den Ansprüchen der Bauherren kontinuierlich weiterentwickelt. Fakt ist aber, dass auch die Haltbarkeit der älteren Gebäude zeigt, wie hochwertig man hier gebaut hat. Dies beweist auch die gute Klassifizierung der Gebäude nach der DGNB-Zertifizierung. Der Anspruch des Bauherren mit Blick auf Ausstattung, Design und Preis ist immer entscheidend: Der Modulbau kann sowohl hochwertig als auch ästhetisch sein.“

Fachleute statt Verkäufer

In der Koordinationsleistung sieht Frank Tosse einen entscheidenden Pluspunkt: „Ich bin froh, wenn ich das Projekt in eine Hand geben kann, anstatt alle Gewerke separat unter einen Hut bekommen zu müssen. Das kann ich natürlich nur mit gutem Gewissen tun, wenn ich weiß, dass es dann läuft – dafür bringt ALHO die entsprechende Kompetenz mit. Ich arbeite hier nicht mit Verkäufern zusammen, sondern mit echten Fachleuten. Ich vergleiche ALHO mit einem kompetenten Generalunternehmer.“ Wenn man in dieser Konstellation Bauherr-Architekt-Bauunternehmer zusammenarbeite, sei Vertrauen besonders wichtig. Das habe man über die vielen erfolgreichen Projekte aufgebaut.

Kurzfristig entstehenden Raumbedarf decken.

Dass man sich seitens Bavaria bei bestimmten Objekten überhaupt für den Systembau entschieden hat, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Zum einen ist dies die kurze Bauzeit in Kombination mit der Termintreue. Für neue Produktionen entstand oft sehr kurzfristig Raumbedarf, manchmal auch für temporäre Lösungen. Schließlich wollen die Maskenbildner, Garderobe, Produktionsleitung inklusive Assistenten direkt im Umfeld der Drehplätze untergebracht sein. Auch Aufenthaltsräume für die Schauspieler befinden sich in diesen Gebäuden. Aus diesen Anforderungen heraus entstanden die ersten Kontakte zu ALHO. In Einzelfällen verkaufte man Objekte nach Ablauf der vorgesehenen Nutzung auch schon mal weiter. Erweiterungen, sprich Anbauten, sind mit einem vertretbaren Aufwand möglich. Da auf dem Gelände regelmäßig Außendreharbeiten stattfinden, ist zudem Baulärm möglichst zu vermeiden. Bei Modulgebäuden ist die Bauzeit vor Ort deutlich kürzer und damit weniger störend. Darüber hinaus ist Geräuschbelästigung in diesem Zusammenhang vernachlässigbar: keine Rüttelplatten, kein Sägen von Armierungseisen oder Herunterschlagen von Schalungen ist notwendig.

Konsequente Weiterentwicklung

Im Container mit der anfänglichen Pommesbude befindet sich übrigens heute eine Autovermietung. Inzwischen steht woanders auf dem Gelände ein komplettes Schnellrestaurant. Der gesamte Standort ist mit dem Unternehmen moderner geworden.

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