Grundriss und Architektur moderner Bürogebäude

10. Juli 2018

Die Möglichkeiten des Fertigbaus mit Raummodulen

 

„New Work“ heißt einer der Megatrends, der unseren Alltag in Zukunft bestimmt. Der Teilbereich „Work Design“ beschreibt in diesem Zusammenhang die aktuellen Veränderungen der Arbeitswelt und zeigt, dass die Zukunft der Arbeit gestaltbar ist. Moderne Unternehmen legen daher mehr denn je darauf Wert, die Vorstellungen der Mitarbeiter bei der Gestaltung ihres Arbeitsumfelds zu berücksichtigen.

Das Büro, wie wir es kennen, unterliegt einem grundlegenden Wandel: In den letzten 20 Jahren ist die Digitalisierung nach und nach in alle Bereiche der Bürowelt vorgedrungen und hat ihre Aufgabenfelder und Organisation tiefgreifend verändert. Für den Arbeitsplatz sei es laut verschiedener Experten heute üblich, Teamarbeit zu bevorzugen und intensiv mit den Vorgesetzten zu kommunizieren. Das spiegelt die Umbrüche in der Organisation von Büroarbeit wider: Vertrauenskultur ersetzt zunehmend Präsenzkultur, ergebnisorientiertes Arbeiten löst tätigkeitsorientiertes Arbeiten immer mehr ab. Diese Umbrüche wirken sich auch unmittelbar auf die Architektur von modernen Bürogebäuden und auf deren Grundriss aus. Nonterritorialen Arbeitsbereiche haben Namen wie Think Tanks, Meeting Points und Pool-Arbeitsplätze und sind die neuen Stars im modern Bürogebäude. 

 

Welche Auswirkungen auf moderne Bürogebäude sind heute schon zu spüren?

 

Die hohen Erwartungen der heutigen Mitarbeiter verlangen nach Arbeitsplätzen, die dem stressigen Berufsalltag optimal entgegenwirken, Komfort und Wohlbefinden in den Vordergrund stellen und die Komplexität der neuen Arbeitsinhalte bestmöglich berücksichtigen. Das klassische Einzelbüro dominierte jahrzehntelang den Grundriss des Bürogebäudes in europäische Unternehmen und ist auch heute noch durchaus verbreitet, weil es dem Einzelnen Rückzugsmöglichkeiten und Individualität bietet. Seine Nachteile sind lange Wege für Kommunikation und Zusammenarbeit, wenig Flexibilität und flächenmäßige Unwirtschaftlichkeit. Dem Einzelbüro wird nachgesagt, es fördere Bürokratie und Burgdenken.

Obwohl die negativen Effekte auf Gesundheit und Psyche beispielsweise durch einen konstanten Lärmpegel bekannt sind, arbeitet heute noch jeder dritte Büroarbeitnehmer in einem Großraumbüro. Arbeitgeber erhoffen sich auf der einen Seite durch einen Bürogrundriss mit sogenannten Open-Space-Lösungen eine verbesserte Kommunikation unter den Mitarbeitern, eine effizientere Flächennutzung und eine damit einhergehende Kosteneinsparung. Auf der anderen Seite belegen zahlreiche Studien, dass die akustischen Störungen viele Mitarbeiter nicht nur stressen und ihre Leistungsfähigkeit sinken lassen, sondern sie im schlimmsten Fall auch krank machen.

Das Kombi-Büro hingegen vereint in seinem Grundriss die Vorteile beider Lösungen in sich: Einzelbüros, die beispielsweise durch Glaswände getrennt sind und nach Bedarf geöffnet oder verschlossen werden können, mit - je nach baulichen Gegebenheiten davor oder dazwischen - breiten Fluren, in denen für den Austausch unterschiedlich konzipierte Kommunikationszonen eingerichtet sind. Kombi-Büros kommen dem Bedürfnis nach, die Arbeitsumgebung dem jeweiligen Arbeitsprozess anzupassen. In der Kombination bieten Einzelbüros die ruhigen Schreibtischplätze für konzentriertes Arbeiten, innovative Denkerzonen lassen die Inspiration für Gedankenspiele zu, unterschiedlich große Teamflächen geben Raum für Workshops, Präsentationen und Besprechungen im kleinen und großen Kreis.

Welcher Grundriss ist die geeignete  Lösung für moderne Bürogebäude? Jedes Konzept hat Vor- und Nachteile. Unternehmen sollten ihre Arbeitsprozesse genau analysieren und bestenfalls sogar mit ihren Mitarbeitern gemeinsam nach einem für sie optimalen Ergebnis suchen.

 

Welche Rolle spielt die Architektur des Bürogebäudes für Arbeitnehmer?

 

Neben den zahlreichen Faktoren, die Unternehmen potenziellen Arbeitnehmern bieten, ist auch die konkrete Gestaltung des Arbeitsplatzes für die Generation Y dabei ausschlaggebend, sich für oder gegen einen Arbeitgeber zu entscheiden. Wird der Zukunftsorientierung eines Unternehmens beispielsweise baulich in der Architektur des Bürogebäudes Ausdruck verliehen, ist dies ein Imagefaktor, den Unternehmen zur Gewinnung von Arbeitnehmern in die Waagschale werfen können.

Ein Beispiel dafür ist das neue Verwaltungs- und Werkstattgebäude für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Eine weite Auskragung des Baukörpers über dem Eingang scheint sich über die Gesetze der Schwerkraft hinwegzusetzen und ist prägendes Element des Gebäudes. Wichtig sind aber auch die „inneren Werte“ des neuen Arbeitsplatzes. Dazu zählen ein angenehmes Raumklima, optimaler Schallschutz im Gebäude oder die Wohngesundheit, die in Summe für den Komfort und das Wohlbefinden der potenziellen Mitarbeiter sorgen.

Der Modulbau als Bürogebäude-Fertigbau aus Raumzellen setzte Maßstäbe in Sachen Bauphysik. Energieeffizienz und behaglicher Komfort werden durch hohe Wärmedämmung und die wärmebrückenfreie Konstruktion der Modulgebäude erreicht – im Winter wohlige Wärme, im Sommer angenehme Kühle, zusätzlich unterstützt beispielsweise durch ein vollflächig begrüntes Dach. In Sachen Schallschutz erreichen Modulgebäude wegen des zweischaligen Decken- und Wandsystems bessere Werte als konventionell errichtete Gebäude. Für die Wohngesundheit sorgt der Einsatz emissionsarmer, gütegeprüfter Markenprodukte. Alles frei nach dem Motto: Ein gutes Raumklima ist die beste Voraussetzung für ein gutes Arbeitsklima.

Flexibel, nachhaltig, attraktiv und komfortabel – Modulgebäude als moderne Bürogebäude in Fertigbauweise schaffen durch optimierte Grundrisse und modere Architektur beste Voraussetzungen für die Bewerbung der Unternehmen bei ihren zukünftigen Arbeitnehmern.

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