Ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen

Modulbau versus Containerbau

08. September 2016

Modulbauten und Containeranlagen – das ist doch eigentlich dasselbe, oder etwa nicht? Ganz klar: Nein. Denn wer diese beiden Bauweisen gleichsetzt, vergleicht Äpfel mit Birnen. Bauherren und Architekten haben Probleme, die Unterschiede zwischen beiden Bauprinzipien zu erkennen, was allerdings mitunter auch der Tatsache geschuldet ist, dass die Anbieter keine saubere Definition liefern und die Begriffe „Modul“ und „Container“ nach Gutdünken verwenden. Kein Wunder, dass die Verunsicherung beim Bauherrn mitunter so weit geht, dass dann „Sanitärcontainer in Modulbauweise“ ausgeschrieben werden. Doch was ist denn nun „Modulbau“ und was „Containerbau“? Was sind denn nun die Charakteristika und wo liegen die Unterschiede? Solide wie „Stein auf Stein“, nur viel schneller und flexibler – Modulgebäude verstehen sich in erster Linie als dauerhafte Lösung und somit als nachhaltige und clevere Alternative zum Massivbau. Gebäude wie die des Modulbauspezialisten ALHO sind baukonstruktiv ausgereift, energetisch optimiert und architektonisch anspruchsvoll. Sie sind äußerlich von konventionell errichteten Gebäuden nicht zu unterscheiden. Öffentliche und private Bauherren von Modulgebäuden schätzen jedoch die Vorteile: Planungssicherheit dank Termin- und Festpreisgarantie, Flexibilität durch freitragende Rahmenkonstruktionen, hohe Qualität durch die kontrollierte, industrielle Vorfertigung, rasant kurze Bauzeit dank paralleler Abläufe im Werk und auf der Baustelle, leise und saubere Abläufe bei Montage und Ausbau, bewährte Detaillösungen und Standards, sowie das „Planen und Bauen aus einer Hand“ – mit dem Modulhersteller als Generalunternehmer. Grundsätzlich ist die Modulbauweise für Neubauten aller Art, für Anbau oder Aufstockung und im Zuge städtebaulicher Nachverdichtung durch die Nutzung von Flachdächern als „Baugrund“ ideal. Wohnheime mit Appartements, Verwaltungsgebäude mit Büroräumen Krankenhäuser mit Bettenstationen - wann immer Gebäude mit vielen identischen Nutzungseinheiten erstellt werden, macht der Einsatz von Moduleinheiten wegen ihrer seriellen Reproduzierbarkeit besonders viel Sinn. Und auch Schulen und Kindergärten werden in Modulbauweise kundenindividuell realisiert.

 

Individualität in Serie

Trotz Systemraster schränken die Modulbauten den Architekten nicht in seinen Gestaltungsfreiheiten ein - das Gegenteil ist der Fall. Die Modulbauweise ermöglicht dank flexiblen Rastermaßen mit Breiten von 2,625 bis 4,00 m, Längen von 7,75 bis zu 16,75 m und Höhen von 3,20 bis 3,90 m individuelle Architektur und freie Grundrissgestaltung auf bis zu sechs Geschossen. Die Modulkonstruktion kann mit den unterschiedlichsten Fassadensystemen verkleidet werden. Vorhangfassaden aus Aluminium, Holz oder Stahl sind ebenso möglich wie eine Putzfassade auf Wärmedämmverbundsystem. Alle Innenwände, Decken und Böden werden in Leicht- und Trockenbauweise erstellt. Baufeuchtebedingte Mängel können so gar nicht erst entstehen. Selbstverständlich unterliegen Modulgebäude genauso wie konventionell erstellte Dauerlösungen der EnEV 2014/2016 und dem EEWärmeG. Sie können problemlos mit regenerativen Technologien gekoppelt werden, wie z.B. Photovoltaik oder Geothermie. Von ALHO wurde bereits eine Kita als EnergiePlus-Haus in Modulbauweise realisiert. Die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen an Brandschutz – F30 bis F120 – bekommt der Bauherr ebenfalls gleich mitgeliefert. Aus dem zweischaligen Wand- und Deckenaufbau resultiert gleichzeitig ein hervorragender Schallschutz. Das ergeben Messungen für Luft- und Trittschall in fertigen Modulbauten realisierten Modulgebäuden. Konsequente Emissionsvermeidung und Energieeffizienz bereits während der Raummodul-Fertigung im ALHO Werk in Morsbach machen die Gebäude umweltfreundlich, recycelbar und nachhaltig. Apropos Nachhaltigkeit: Hier kann der Modulbau im Vergleich zum konventionellen Bauen maßgeblich punkten. Indikator hierfür sind die Life Cycle Costs (LCC). Bei einer LCC-Analyse werden die Gesamtkosten ermittelt, die ein Gebäude im Verlauf seines Lebenszyklus – dies sind in der Regel 50 Jahre – verursacht. In der Gesamtbetrachtung sind die Lebenszykluskosten für Modulgebäude von ALHO nachweislich bis zu 12 Prozent geringer als bei der Standardbauweise. Und ist ein Modulgebäude grundsätzlich auch als solide Dauerlösung geplant, so sind Umnutzung, Rückbau oder auch Versetzen dank der modularen Struktur grundsätzlich möglich – ein wesentlicher Faktor in der Nachhaltigkeitsbetrachtung.

 

Heute hier, morgen dort

Im Gegensatz zu den dauerhaften Modulgebäuden lösen Containergebäude aus Systemcontainer der ALHO Gruppe vorrangig temporären Raumbedarf für Kommunen, Gewerbe und Industrie. Die standardisierten Einheiten können zu Bürogebäuden zusammengefügt, sowie Kitas oder Interimslösungen bei Schulsanierung mit maximal drei Geschossen montiert werden. Und das schnell, flexibel und effizient, denn Logistik und Kombinierbarkeit sind bei den 2,50 oder 3,00 Meter breiten und maximal 14,64 m langen Containern besonders einfach. Die Grundrisse sind den Nutzungsanforderungen angepasst und auch die Raumgrößen können durch flexible Wandsysteme variabel gestaltet werden. In ihrer architektonischen Gestaltung sind Containergebäude jedoch – einmal abgesehen von einer individuellen Farbgebung – Einschränkungen unterworfen. Während beim Modulbau die Stahlrahmenkonstruktion durch ein wärmegedämmtes Fassadensystem verkleidet ist, zeigen sich Container stets mit sichtbarer Rahmenkonstruktion, Blechfassade und Lochfenstern. Dass dies jedoch auch für anspruchsvolle Gestalter kein K.O.-Kriterium sein muss, zeigt eine interessante Entwicklung: Vielen Architekten gefällt gerade dieser strenge und minimalistische Industriecharakter. In der einfachen De- und Remontierbarkeit liegt das größte Plus der Container: Für Unternehmen und Kommunen, die flexibel bleiben wollen, sind Containeranlagen eine wirtschaftlich Alternative. Besonders interessant wird es, wenn die Container zur Miete angeboten werden. Nach Ablauf des befristeten Mietvertrags hat der Kunde zwar die Option, das Gebäude zu kaufen, läuft der Mietvertrag jedoch endgültig aus, erfolgt die Rückgabe der gemieteten Container. Entweder werden sie so wie sie sind an ihren neuen Einsatzort geliefert und weitergenutzt oder für ihre nächste Montage im Werk wiederaufbereitet. Gerade bei Containern gibt es große Unterschiede in der Qualität. Die Bandbreite reicht vom einfachen Baucontainer bis zum hoch wärmegedämmten Container, der auch für längere Einsatzzeiten geeignet ist. Hochwertige, zertifizierte Systemcontainer „Made in Germany“ bietet FAGSI, der Spezialist für Containersysteme innerhalb der ALHO-Gruppe und einer der führenden Anbieter mobiler Räume.

 

Zukunftsweisende Bausysteme


Ein immer temporeicheres und mobileres Leben hat auch Auswirkungen auf das Bauen. Vorgefertigte und anpassungsfähige Systeme werden darum immer mehr an Bedeutung gewinnen. Sowohl Container- als auch Modulgebäude sind für diese Zukunftsaufgaben bestens gerüstet. Die ALHO Systembau GmbH hat sich auf den hochwertigen Modulbau spezialisiert – eine Bauweise, die es in Sachen Qualität und Langlebigkeit längst mit dem Massivbau aufnehmen kann. Das Schwester-Unternehmen FAGSI Vertriebs- und Vermietungs-GmbH widmet sich als Experte für mobile Raumsysteme den wirtschaftlicheren, doch nicht minder qualitätsvollen Containergebäuden. Der Begriff „Container“ steht in diesem Zusammenhang vorrangig für besondere Mobilität und ist in diesem Kontext keinesfalls negativ behaftet.

Für welche Bauweise sich ein Bauherr entscheidet, hängt vor allem von Art und Dauer der Nutzung sowie vom gestalterischen Anspruch der Bauaufgabe ab. Mit einer Entscheidung für mehr oder weniger Qualität hat der Entschluss hingegen nichts zu tun, denn sowohl Container als auch Raummodule sind hochwertige, im Werk vorgefertigte Elemente, die sicheres und schnelles Bauen „aus einer Hand“ garantieren.

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