Wohlfühlfaktor Beleuchtung

Wohlfühlen im Büro

09. Oktober 2019

Egal ob Einzel- oder Großraumbüro: Wer sich wohlfühlt, arbeitet lieber und damit produktiver. Doch von welchen Faktoren ist das Wohlbefinden abhängig? Das Familienfoto neben dem Bildschirm und die Notfall-Schokolade im Schreibtisch – der Büroarbeitsplatz ist für viele ein Stück Heimat. Schließlich verbringt man hier einen Großteil seines Tages.

Praxis- und menschennah geplant und professionell umgesetzt können neue Bürokonzepte das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern. Dann sind die Auswirkungen auf die Produktivität positiv. Freilich hat auch das Betriebsklima einen entscheidenden Einfluss. Wenn man sich gut mit den Kollegen versteht, kommt man lieber zur Arbeit.

Außerhalb des Büros gedacht: Was führt dazu, dass wir uns in einer Umgebung wohlfühlen? Wir nehmen sie mit allen Sinnen wahr – der Geschmackssinn sei hier außen vor gelassen. Wir sehen, riechen, hören, fühlen unser Umfeld. Einen Strand, den Horizont im Blick, die frische Seeluft, das Meeresrauschen und den weichen Sand unter den Füßen empfinden wir als positiv.

Bezogen auf das Büro sind die Ansprüche anders, aber die Empfindungen gleich. Wir wollen Helligkeit, frische Luft, Ruhe und angenehme Temperaturen. Wir wollen uns wohlfühlen, um konzentriert arbeiten zu können. Dazu gehört auch, dass man sich Bezugspunkte und Vertrautheit schafft, vielleicht das Foto der Familie im Rahmen auf dem Schreibtisch oder die Lieblingstasse. Ebenso sind die Zusammenarbeit und der soziale Austausch mit anderen Menschen wichtig – für die Seele und fürs Projekt.
 

Beleuchtung als ausschlaggebender Faktor

Zentral bei dem, was wir sehen, sind Licht und Farben. Gerade das Licht hat direkte Auswirkungen auf das Gemüt, da es den Serotonin-Stoffwechsel anregt. Ein helles Büro führt zudem dazu, dass die biologischen Prozesse des Körpers zur inneren Uhr passen. Damit ist man zu den Zeiten, in denen es wichtig ist, auch leistungsfähig.

Komfortabler, sicherer und nicht zuletzt wirtschaftlicher und energieeffizienter sieht die Zukunft in Gebäuden aus. Das bedingen unter anderem die neuen Möglichkeiten, die sich im Zusammenhang mit einer professionellen Gebäudeautomation und Licht eröffnen. Nicht zuletzt deswegen hat die BAU 2019 das Thema „Smart: Gebäudetechnologien + Licht“ zu einem der Leitthemen erhoben. Sein integriertes Planungskonzept macht den Modulbau für die Realisierung von smarter Lichtsteuerung besonders attraktiv.

Der Umgang mit Kunstlicht hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Das kommt nicht von ungefähr: Rund ein Viertel des Primärenergieeinsatzes in Gebäuden entfiel früher auf die Beleuchtung. Ein Verbrauch auf das Notwendige hat einen großen Einfluss auf den ökonomischen wie ökologischen Verbrauch eines Hauses. Entscheidenden Anteil an einer positiven Entwicklung von Kunstlicht hat vor allem die LED-Technologie, die mittlerweile Standard ist. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Der Energieverbrauch in Gebäuden sinkt, denn LEDs verbrauchen weniger Energie und benötigen auch weniger Platz. Zudem sind die Leuchtdioden länger haltbar und deswegen auch wartungsarm.

 

Vorteile professioneller Beleuchtung im Modulbau

„Bauherren möchten mit modernen Licht­steuerungen unter anderem bestimmte Emotionen und Stimmungen bei den Ge­bäudenutzern hervorrufen“, weiß Sebasti­an Palmer, der Solution Architect Building Technology bei PHOENIX CONTACT ist. „Die Bedienerführung sollte dabei mög­lichst einfach und leicht verständlich sein, um dem Nut­zer die Möglichkeit zu geben, seinen Stim­mungskomfort möglichst individuell und selbstbestimmt zu regulieren.“ Die nötige Unterstützung bieten vordefinierte Szena­rien, wie etwa ein Präsentationsmodus. Ist dieser aktiviert, wird die Beleuchtung beim Betrieb des Beamers automatisch ange­passt und parallel dazu die Jalousie herun­tergefahren. „Das ist vergleichbar mit der Situation, wenn beim Einsteigen ins Auto automatisch das Licht angeht“, erklärt Se­bastian Palmer.

Wie aber kann eine professionelle Licht-, Beschattungs- und Klimasteuerung konkret zu einer optimalen Energieeffizienz beitra­gen? Licht schaltet sich je nach Belegung des Raumes automatisch durch Bewegungs- und Präsenzmelder ein und aus. Lichter dimmen automatisch ab, wenn die Sonne scheint. Das Gleiche gilt für die professi­onelle Beschattungssteuerung. Die Einstel­lung der Lamellen wird so automatisiert, um maximales Tageslicht zu erhalten. Gleichzeitig fährt die Jalousie runter, um vor Überhitzung zu schützen. Auch eine smarte Klimasteuerung trägt zu optimalem Komfort und bestmöglicher Energieeffizi­enz eines Gebäudes bei: Ist das Fenster ge­öffnet, wird die Klimaanlage automatisch ausgeschaltet. Die Temperatureinstellung basiert hierbei auf der Außentemperatur. Mit einer professionellen Beleuchtungs-, Beschattungs- und Klimasteuerung kann in der Gebäudenutzung eine Menge an Ener­gie eingespart und ergo Kosten vermieden werden.

Um das höchstmögliche Maß an Synergien und Komfort mit Nebengewerken wie Verschattung, Kühlen und Heizen zu schaffen, sollte Kunstlicht immer integrierbar sein. Dreh- und Angelpunkt ist dabei, die Information des Gewerkes „Licht, Verschattung und Klima“ optimal aufeinander abzustimmen. Stellt sich zum Beispiel die Frage: Wie steigere ich die Behaglichkeit der Beleuchtung, um nicht in dunklen Räumen zu sitzen? „Dabei geht es um den Eintrag von Wärmelasten, worauf bei entsprechender Verschattung das Kunstlicht nachreguliert werden muss. Hier entscheidet das Maß an Synergien und seine Umsetzung über den entsprechenden Komfort und das Wohlbefinden des Nutzers“, so Sebastian Palmer. Am Ende des Tages nimmt Kunstlicht eine wichtige Rolle ein, um die Akzeptanz des smarten Gebäudes herzustellen.

 

Vorteile der integrierten Lichtsteuerung im Modulbau

Bei der Realisierung der Gebäudeautomation ist die Herausforderung immer die Gleiche – unabhängig von der Art, wie ein Gebäude entsteht. Alle beteiligten Gewerke, die in die Gebäudeautomation eingreifen, müssen koordiniert werden. Erst dann kann eine perfekte Integration im Sinne des Gebäudesystemdesigns stattfinden.

Der Modulbau greift diesen Ansatz gleich zu Anfang der Projektierung perfekt in seinen integrierten Prozessabläufen auf. Im Gegensatz zum konventionellen Bauen ist eine integrale Planung für das modulare Bauen unabdingbar. Das gilt auch für die Gebäudeautomation. Heizung, Licht, Schatten, Klima und die dazugehörige „smarte Technik“ müssen schon im Vorfeld der Bauphase aufeinander abgestimmt sein. Eigene ALHO Fachplaner unterstützen diese Bereiche mit der nötigen Erfahrung. So werden Kunden optimal beraten und erhalten ein integriertes, auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Konzept. Für Sebastian Palmer ist klar: „Die Standardisierung im Modulbau bietet hier eine ideale Grundlage, um die smarten Komfort- und Energiefunktionen als individuelles Ausstattungsmerkmal anzubieten.“

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