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Geänderte Regelungen für Neubau und Bauen im Bestand - Novellierte Energieeinsparverordnung „EnEV 2014“ kommt



blogbild Am 01. Mai 2014 tritt die EnEV 2014 in Kraft. Maßgebend ist das Datum des Bauantrags bzw. der Bauanzeige. Die Verordnung bringt zwar einige Neuerungen mit sich, aber eine wirkliche Verschärfung der Anforderungen wird erst ab 2016 wirksam. Was neu ist, was sich ändert und welche Auswirkung dies auf Ihre Bauprojekte hat, erfahren Sie im Folgenden.


In der EnEV 2009 wurde definiert, dass in Gebäuden mit regem öffentlichem Publikumsverkehr von über 1.000 m2 Nutzfläche, wie z.B. Rathäusern oder Bürgerzentren, ein Energieausweis des Gebäudes auszuhängen ist. Mit der EnEV 2014 weitet sich diese Pflicht aus: zum einen auf öffentliche Gebäude ab einer Fläche von 250 m2, zum anderen auf privatwirtschaftliche Gebäude. Daher sind nun auch Eigentümer privater Bürogebäude in der Pflicht, wenn diese eine Nutzfläche ab 250 m2 aufweisen.

Die Anforderungen bezüglich des Primärenergiebedarfs an Neubauten ändern sich 2014 zunächst nicht, sondern steigen erst mit den Verschärfungen ab 2016 deutlich. Das Referenzgebäude,das zur Berechnung des höchstzulässigen Jahresprimärenergiebedarfes zugrunde gelegt wird, bleibt unverändert. Allerdings wird der rechnerische Jahresprimärenergiebedarf des Referenzgebäudes mit dem Faktor 0,75 multipliziert. Dadurch sinkt der zulässige Höchstwert um 25 %.

Eine Ausnahme machen Nichtwohnbauten mit einer Raumhöhe von über 4 m. Diese müssen keinen niedrigeren Jahresprimärenergiebedarf erreichen,wenn sie durch dezentrale Gebläse- oder Strahlungsheizungen erwärmt werden.

Erneuerbare Energien spielen ab sofort eine weitaus größere Rolle bei der Berechnung der EnEV-Werte. Bei der Errichtung eines Neubaus kann der Strom, der aus erneuerbaren Energien in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang zu dem Gebäude erzeugt und genutzt wird, vom Energiebedarf abgezogen werden.

Bei An- und Ausbauten geht man davon aus, dass der Eigentümer die Heizungsanlage des Bestandes nutzt. Wenn das der Fall ist, gelten lediglich die EnEV-Anforderungen für die Bauteilsanierung im Bestand. Wenn der Eigentümer eine neue Heizung einbauen lässt und die neue Nutzfläche 50 m² übersteigt, müssen die neuen Gebäudeteile die Anforderungen an einen Neubau einhalten. Allerdings greift auch in diesem Fall die Verschärfung 2016 nicht, sondern die Werte der EnEV 2009 werden nach wie vor zugrunde gelegt.


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