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Präzise Planung mit Modulbauweise ermöglicht Rekordbauzeit



blogbild 223 Patientenplätze, 9.574 qm Bruttogeschossfläche, modernste Klinikausstattung und zeitgemäßer Komfort: Ohne unsere Erfahrung als seit über 45 Jahren im Bereich Modulbau führenden Anbieters wäre der Neubau eines Klinikgebäudes dieser Größenordnung in einem Zeitfenster von gerade einmal 16 Monaten nicht möglich gewesen. In Siegen wurde dieser Rekord jedoch geschafft: Seit Mitte August hat das Kreisklinikum am Standort Weidenau mit dem neuen Bettenhaus sein erklärtes Ziel der „Einhäusigkeit“ erreicht.

„Nach Umbau und Erweiterung haben wir nun eines der modernsten Krankenhäuser im weiten Umkreis“, freut sich Bertram Müller, Geschäftsführer der Kreisklinikum Siegen GmbH, über den Umzug des Stadtkrankenhauses an den Klinik-Standort Weidenau. Die Umsiedlung der rund 300 Mitarbeiter und 100 Patienten konnte bei laufendem Krankenhausbetrieb an nur einem Wochenende vollzogen werden.

Neben Wirtschaftlichkeit und Funktionalität müssen bei Gebäuden für die medizinische Nutzung hohe Sicherheits- und Hygienebestimmungen eingehalten werden. Spezielle Projektanforderungen für die unterschiedlichsten Nutzungsbereiche eines Klinikums machen ein Höchstmaß an Präzision schon in der Planungsphase erforderlich. ALHO-Modulgebäude werden all diesen Anforderungen gerecht und bieten Vorteile, um die der Bauherr in Siegen wusste.

Der L-förmige Neubau wurde an den Stirnseiten über drei Geschosse an die Bestandsgebäude angeschlossen. Eine freitragende, 15 Meter lange Brücke stellt die Verbindung zu einem weiteren Krankenhausbau, dem so genannten „Haus Ferndorf“ her. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss wurden aus Stahlbeton - teils mit Fertigteilen, teils aus Ortbeton - errichtet. Auf diesem „Fundament“ wurden weitere vier Etagen aus ALHO Raummodulen aufgesetzt. Zwischenmodule von 1,16 m Höhe oberhalb des zweiten Obergeschosses schaffen den Höhenangleich für die Anbindung an die Geschosshöhen des Bestands. Den Abschluss des Gebäudes bildet die Technikzentrale als zurückgesetztes Staffelgeschoss auf dem Dach. Aufzugsanlagen an beiden Bestandsübergängen sorgen für eine effiziente Besucher- und Patientenführung auf kurzen Wegen. Die direkte Anbindung einer der Anlagen an die Bettenzentrale vereinfacht die Logistik.

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten wurde das neue Bettenhaus präzise geplant. Zusammen mit dreifachverglasten Fenstern minimiert die hochwärmegedämmte Gebäudehülle effektiv Wärmeverluste. Besonderen Wert legte der Bauherr auf eine möglichst autarke Versorgung des Klinikums mit Strom, Wärme und Kälte: Ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk, das im Zuge der Erstellung des Bettenhauses neu erbaut wurde, stellt die Energieversorgung der gesamten Klinikgebäude sicher.

Das Bettenhaus ist nicht unterkellert. Zur Medienversorgung des Klinikneubaus wurde ein begehbarer Kanal wasserundurchlässig als Stahlbetonkonstruktion errichtet. Er verläuft direkt unterhalb dem Flur des Erdgeschosses und mündet in das Blockheizkraftwerk. 223 neue Patientenplätze verteilen sich auf wohnlich gestaltete Zimmer. Jedes verfügt über ein geräumiges Bad und ist mit einem eigenen TV-Monitor und Internetzugang für jeden Patientenplatz versehen. Was nicht Standard ist: Die bestmögliche Versorgung von adipösen Patienten in so genannten Schwerlastzimmern. 14 auf die Abteilungen verteilte Räume sind für Patienten mit bis zu 500 kg Körpergewicht ausgelegt. Spezielle Deckenlifter mit entsprechender Hebekraft entlasten die Pflegekräfte beim Umbetten in ihrer Arbeit.

Die rund 1300 Quadratmeter des Erdgeschosses sind mit analytischem Zentrallabor, Isolierstation, Ärztezimmern und Nebenräumen belegt. 90 Prozent des ersten Obergeschosses beansprucht die Intensivstation mit einem angrenzenden seperaten Bettenbereich. In der Intensivstation arbeitet das Klinikum mit Ein- bis Zweibettzimmern. Die Zimmer sind jeweils durch Fenster miteinander verbunden, sodass die Pflegekraft mehrere Patienten sicher betreuen kann. Vier weitere Etagen sind mit Patientenzimmern sowie Spezialräumen für die Disziplinen Innere Medizin, Pneumologie, Kardiologie und Neurologie ausgestattet.

Ein Schlaflabor komplettiert das Raumprogramm des Hauses. Innovative Detaillösungen begleiten das Klinikum auf seinem Weg in die Zukunft: Intelligente Lüftungs- und Heiztechnik minimiert den Energieverbrauch. Wird in einem Raum beispielweise ein Fenster geöffnet oder die Lüftung angeschaltet, regelt sich die Heizung automatisch herunter. Zur Ausleuchtung der Flurflächen wird besonders energiesparende LED-Technik eingesetzt. Eine Investition, die sich nachweislich lohnt: Die Umwelt wird entlastet und durch lange Wartungsintervalle amortisieren sich die Mehrkosten innerhalb weniger Jahre.


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