Raum fürs Leben
In der Siedlung Cité Foch hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) eine umfassende Wohnraumoffensive umgesetzt. Das Wohnquartier im Berliner Bezirk Reinickendorf wurde ursprünglich zwischen 1952 und 1976 als Wohnsiedlung für französische Streitkräfte und deren Familien genutzt. Inzwischen hat die BImA das Areal grundlegend revitalisiert und zu einem modernen, nachhaltigen Wohnquartier weiterentwickelt. Ein besonderer Fokus lag auf einer zukunftsorientierten und ressourcenschonenden Bauweise. So wurde eines der Gebäude in innovativer Holz-Hybrid-Bauweise realisiert, ein in Berlin bislang einzigartiges Projekt in dieser Form. Insgesamt entstanden elf Neubauten mit 180 Wohneinheiten, die von ALHO gemeinsam mit Holzer Kobler Architektur geplant und umgesetzt wurden. Die drei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäuser umfassen Wohnungen mit Größen zwischen 70 und 100 m² und bieten unterschiedliche Grundrissvarianten mit bis zu vier Zimmern. Primär sind die Einheiten für Bundesbedienstete vorgesehen, nicht belegte Wohnungen werden jedoch zu vergleichbaren Konditionen auf dem freien Markt angeboten. Die Grundrisse der Wohnungen sind jeweils zu zwei Fassaden orientiert, entweder durchgestreckt oder über Eck, durch die differenzierte Gestaltung erfüllen die Wohnungen unterschiedlichste Bedürfnisse für alle Lebensumstände. Großzügige bodentiefe Fenster sorgen für eine sehr gute Belichtung der Wohnungs- und Schlafräume. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine zentrale Anlagetechnik mit klimaschonender, regionaler Fernwärme, deren Stromanteil aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Eine Photovoltaikanlage auf den begrünten Dächern unterstützt das Energiesystem und trägt zur Reduzierung der Betriebskosten bei. Die Gründächer verbessern das Raumklima in den einzelnen Wohnungen und leisten einen wichtigen Beitrag zu Förderung der Biodiversität. Von außen durchzieht das Wohnquartier ein ruhiges und stimmiges Farbkonzept welches durch abgehängte, versetzte Balkone aufgelockert wird.