Ein neues Zuhause für die Realschule Hackenbroich
Nach Jahren des gemeinsamen Schulalltags mit dem angrenzenden Gymnasium hat für die Realschule Hackenbroich ein neuer Abschnitt begonnen: Zum Start des neuen Schuljahres konnten die Schüler sowie die Lehrkräfte ihr eigenes Schulgebäude beziehen. Mit einer offiziellen Einweihungsfeier wurde dieser besondere Moment nun gemeinsam mit zahlreichen Gästen gewürdigt gefeiert.
Moderne Schule mit nachhaltigem Konzept
Das neue Gebäude bietet Platz für mehr als 800 Schüler und schafft damit zeitgemäße Bedingungen für Unterricht, Begegnung und gemeinsames Lernen. Bei der Planung ging es jedoch nicht ausschließlich darum, ausreichend und moderne Räumlichkeiten zu schaffen. Auch die Frage nach einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Bauweise spielte eine zentrale Rolle.
Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte bei der offiziellen Einweihung die besondere Bedeutung dieses Aspekts:
Ein funktionaler Lernort ist das eine, wir wollten aber vor allem auch nachhaltig sein und dass die Bauweise den besonderen Anforderungen dieser Zeit entspricht. Insofern gibt es hier die nachhaltige Holzhybridbauweise. Das Besondere dabei ist: 94% der Primärkonstruktion bestehen aus Holz.
Die Kombination aus Holz und Stahl verbindet dabei Nachhaltigkeit mit den statischen Anforderungen an das Gebäude. Während Holz einen wesentlichen Teil der Konstruktion übernimmt, sorgt Stahl für eine filigrane und zugleich tragfähige Bauweise. So konnten unterschiedliche Materialeigenschaften gezielt, miteinander verbunden werden.
Ein weiterer Vorteil des Holzes liegt in seiner Fähigkeit, CO₂ zu speichern. Der im Holz gebundene Kohlenstoff bleibt über die Nutzungsdauer des Gebäudes gespeichert und leistet damit einen Beitrag zur Reduzierung der CO₂-Belastung. Gleichzeitig schafft der natürliche Baustoff eine angenehme Atmosphäre und trägt zu einem behaglichen Raumklima bei. Damit bietet die Bauweise nicht nur ökologische Vorteile, sondern schafft auch gute Voraussetzungen für einen Lernort, an dem sich Schüler sowie Lehrkräfte wohlfühlen und konzentriert arbeiten können.
Lernen und Begegnung im Cluster
Auch die Gestaltung der Innenräume folgt einem besonderen Konzept. Die Schule wurde im sogenannten Clusterformat geplant. Die Klassenräume sind jeweils an den Gebäudeecken angeordnet, während die großzügig gestalteten Flurbereiche als gemeinschaftliche Aufenthalts- und Begegnungsflächen dienen.
Dadurch entstehen übersichtliche Bereiche, in denen die Klassen einer Jahrgangsstufe räumlich eng miteinander verbunden sind. Gleichzeitig bieten die offenen Aufenthaltsflächen Raum für Gespräche und gemeinsames Arbeiten. Schule wird so nicht nur als Ort des Unterrichts gedacht, sondern auch als Gemeinschaftsraum.
Ergänzt werden die Cluster durch zahlreiche speziell ausgestattete Räume für unterschiedliche Unterrichtsfächer. Dazu gehören unter anderem moderne Fachräume für Naturwissenschaften und den Kunstunterricht. Für den Werkunterricht steht ein eigener Maschinenraum zur Verfügung, während eine Lehrküche praktische Unterrichtsinhalte im Bereich Hauswirtschaft ermöglicht.
Auch die Mensa im Erdgeschoss ist vielseitig nutzbar. Neben ihrer Funktion als Verpflegungsbereich kann sie bei größeren Veranstaltungen als Aula genutzt werden.
Einweihung mit Musik und Einblicken in das neue Gebäude
Zu Beginn der offiziellen Einweihungsfeier richteten Schulleiter Jörg Hustede, Sebastian Trautermann und Bürgermeister Erik Lierenfeld einige Worte an die Gäste. Dabei blickten sie auf die Entstehung des neuen Schulgebäudes zurück und betonten insbesondere die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Umsetzung eines Projektes dieser Größenordnung sei nur durch das Zusammenspiel vieler verschiedener Partner möglich gewesen.
Zwischen den einzelnen Redebeiträgen sorgten Schüler verschiedener Klassen mit musikalischen Einlagen immer wieder für abwechslungsreiche und persönliche Momente. Auch bei der Bewirtung der Gäste waren die Schüler eingebunden. Sie übernahmen während der Feier die Ausgabe von Essen und Getränken und sorgten dafür, dass die Besucher gut versorgt waren.
Im Anschluss konnten die Gäste das Gebäude bei einem Rundgang näher anschauen. Lehrkräfte führten durch die verschiedenen Bereiche und stellten die neuen Räumlichkeiten vor. Dabei standen sie für jede Frage bereit.
110 Beteiligte und ein gemeinsames Ziel
Wie umfangreich ein solches Bauprojekt ist, zeigt auch die Zahl der Beteiligten: Insgesamt waren 110 verschiedene Institutionen an der Planung und Realisierung des neuen Schulgebäudes beteiligt. Die Einweihung bot daher nicht nur Anlass, das fertige Gebäude zu feiern, sondern auch all jenen zu danken, die über einen langen Zeitraum an seiner Entstehung mitgewirkt haben.
Sebastian Trautermann und Schulleiter Jörg Hustede würdigten die Zusammenarbeit aller Beteiligten und machten deutlich, dass ein Projekt dieser Größenordnung nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten so gut zusammenarbeiten.
Mit dem neuen Schulgebäude hat die Realschule Hackenbroich nun ein eigenes Zuhause erhalten. Die Kombination aus zeitgemäßen Lernräumen und einer nachhaltigen Bauweise schafft die Grundlage für einen Schulalltag, der den Anforderungen der kommenden Jahre gerecht werden soll.
Bürgermeister Erik Lierenfeld brachte die Bedeutung des neuen Gebäudes bei der Einweihung passend auf den Punkt:
Wir übergeben heute einen Ort, an dem hoffentlich über viele Jahre gelernt, gelacht und diskutiert wird.
Genau das soll das neue Schulgebäude künftig ermöglichen: ein Ort, an dem Wissen vermittelt wird, Schüler gemeinsam wachsen, Ideen entstehen und die Schulgemeinschaft ihren Alltag gestaltet.
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