Was ist der Unterschied zwischen einem Container und einem Modul?

Ein Container ist eine standardisierte, mobile Raumeinheit für die temporäre Nutzung. Die Standardbreiten betragen 2,50 oder 3,00 Meter, die Längen 6,058 oder 12,192 m, die Außenhöhe 2,80 Meter, was dem Gedanken der schnellen und effizienten Kombinierbarkeit geschuldet ist. Container kommen sowohl als Einzelcontainer als auch Containerkombination, bzw. bis zu dreigeschossigen Containergebäuden zum Einsatz. Am bekanntesten sind die klassischen Baustellencontainer. Weiterentwickelte Produkte entsprechen inzwischen auch den Anforderungen der gültigen EnEV und können als mittelfristige Interimsbauten eingesetzt werden.

Ein Container besitzt immer einen sichtbaren Rahmen. Ein Modul hingegen ist in der Regel ein Teil eines komplexen bis zu sechsgeschossigen Modulgebäudes und kein Solitär. Die Abmessungen können mit Breiten von 2,625 bis 5,50 Metern, Längen von 7,75 bis zu 18,75 Metern und Höhen von 3,20 bis 3,90 Metern stark variieren und an die jeweiligen Erfordernisse des Gebäudegrundrisses angepasst werden. Versehen mit einer Vorhangfassade oder einem Wärmedämmverbundsystem erinnert am fertigen Gebäude rein äußerlich nichts mehr an die dahinterliegende, aus Modulen zusammengefügte Gebäudestruktur. Hinsichtlich Lebensdauer und den bauphysikalischen Eigenschaften ist der Modulbau der konventionellen Bauweise absolut ebenbürtig. In Punkto Nachhaltigkeit und LifeCycle-Kosten von Gebäuden hat der Modulbau sogar Vorteile.

Sowohl Modulbau als auch Containerbau sind verfahren, bei denen in Stahlbauweise dreidimensionale Raumkörper geschaffen werden. Während im Containerbau jedoch standardisierte Raumeinheiten produziert werden, die sowohl als Einzelcontainer als auch als Containerkombination zum Einsatz kommen, werden im Modulbau Raummodule hergestellt, die einen Baustein eines komplexen Modulgebäudes darstellen.