Gestaltungsmöglichkeiten im Modulbau

Grundrisse, Maße, Raumaufteilung und Fassaden: Gestaltungsmöglichkeiten im Modulbau

22. Mai 2018

Die Modulbauweise hat daher in den letzten Jahren in viele Bereiche des Objektbaus Einzug gehalten. Kindergärten, Schulen oder Universitätsgebäude werden innerhalb der Ferienzeiten bezugsfertig erstellt. Für Büro- und Verwaltungsgebäude stellt der Modulbau aus Sicht der Investoren eine interessante Alternative dar. Im Bereich der Gesundheitsimmobilien ermöglicht diese Bauweise den notwendigen störungsfreien Betrieb insbesondere bei Anbauten und Erweiterungen. Für innerstädtische Nachverdichtung im Wohnungsbau ist die Bauweise prädestiniert.

Planer, die klare Formen oder den Bauhausstil schätzen, können sich in der Welt der Modularchitektur zuhause fühlen. Der Modulbau beruht auf einer orthogonalen Rasterung, entstanden aus den einzelnen Raummodulen. Durch Reihung und Stapelung entstehen attraktive Baukörper – vergleichbar mit Lego in weit größeren Dimensionen.

Welche Maße haben die Module?

Auch wenn der Grundriss auf einem festen Modulraster basiert, ist dieses Raster doch sehr variabel. Die gängigen Modulgrößen reichen in der Breite von 2,625 bis 4,00 m, in der Länge von 7,75 bis zu 16,75 m und in der Höhe von 3,20 bis 4,00 m. Sondergrößen sind ebenfalls realisierbar – die maximalen Abmessungen der einzelnen Module werden durch ihre Transportfähigkeit bedingt.

Grundrisse und Raumaufteilung im Modulgebäude

Im Modulraster hat der Architekt prinzipiell alle denkbaren Freiheiten – unabhängig voneinander in jedem Geschoss. Nahezu jeder Entwurf für ein Massivgebäude ließe sich auch in Modulbauweise umsetzen. Im Idealfall wird die Entscheidung für die Modulbauweise von Beginn an getroffen, so dass Architekt und Modulbauer bereits in einer relativ frühen Phase der Planung Hand in Hand arbeiten können. Doch auch die Umsetzung systemunabhängiger Entwürfe ist möglich und bietet eine Chance, die Gesetzmäßigkeiten der Modulbauweise kennen- und ausschöpfen zu lernen. Es gilt, gemeinsam ein Raster zu finden, das ästhetischen, wirtschaftlichen und technischen Anforderungen gleichermaßen Rechnung trägt.

Die spezielle Konstruktion der Module mit ihrer Rahmenstruktur ist eine Herausforderung, mit dem sich der Architekt gestalterisch erst einmal auseinandersetzen muss. Bei der Gestaltung der Innenräume gibt sie die Freiheit, große Räume mit großen Modulspannweiten ohne störende Zwischenwände zu eröffnen. Gegenüber strukturell ähnlichen Bauweisen in Beton bieten Bauten aus Raummodulen dabei den Vorteil erheblich schlankerer Stützenquerschnitte.

Vielfalt in der Fassadengestaltung

In der Fassadengestaltung ist alles realisierbar, was auch konventionelle Bauweisen bieten - ob großflächige Verglasungen, Putz auf Wärmedämmverbundsystem oder vorgehängte, hinterlüftete Fassadenelemente in Holz, Metall, Keramik oder Glas. Wenn es gelingt, architektonische Kreativität und standardisierte Leitdetails in Einklang zu bringen, entstehen Modulbauten, die  alles bieten, was bereits Le Corbusier, Meisterarchitekt der „Klassischen Moderne“, für die Gestaltung zeitgemäßer Architektur forderte: zweckmäßige, funktionale und wirtschaftliche Entwürfe. Ein Faktum muss jedoch hinsichtlich der Geometrie des Gebäudes akzeptiert werden: Organische Gebäudekubaturen sind im Modulbau nur schwer zu realisieren und meist kostenintensiv.

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